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Es gibt kaum eine Spirituose, die so vielfältig ist wie Rum. Das liegt daran, dass die einzelnen Rum produzierenden Nationen zwar meist genaue Richtlinien haben, was sich Rum nennen darf und was nicht, aber die Definitionen von EU und den USA mehr als nur allgemein gehalten sind. Es gibt Rum gelagert oder ungelagert, mit Zuckerzusatz oder ohne, aus Kupferbrennblasen oder Kolonnen und sogar der Zustand des Rohstoffes ist von Land zu Land unterschiedlich. Die Basis von Rum ist allerdings immer Zuckerrohr. Aus Melasse, einem Nebenprodukt der Zuckerproduktion, werden 97% der Rums hergestellt. Die restlichen Rums, vorrangig aus den französischen Gebieten der Karibik, werden aus frischem Zuckerrohrsaft destilliert. Diesen Rum bezeichnet man als Rhum Agricole. So einschüchternd die schiere Übermenge an verschiedenen Rumstilen auch anfangs erscheinen mag, so hat sie doch auch einen großen Vorteil: für nahezu jeden gibt es da draußen die passende Flasche Rum!

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Was ist der beste Rum?

Keine Spirituose sorgt für so viel Urlaubsgefühl wie ein guter Rum. Aber es ist nicht einfach die passende Rum Flasche zu finden. Während die Entscheidung zwischen weißer Rum und brauner Rum relativ schnell getroffen werden kann, ist die Frage zwischen jamaikanischer Rum und kubanischer Rum nicht so einfach zu beantworten. Und das sind nur zwei der beliebtesten Rum Stile. Dutzende Länder produzieren Rum und jedes Land hat seinen eigenen Stil, wenn es um die Rum-Herstellung geht. Welcher Rum als bester Rum gilt und welcher Rum sich am besten für Cocktails wie den Mojito eignet, hängt zwar stark vom eigenen Geschmack ab, jedoch kann eine kleine Rum-Empfehlung nicht schaden.

Welche Rum-Sorten gibt es?

Wenn man seinen Lieblingsrum finden will, ist es nie verkehrt sich die verschiedenen Herkunftsländer anzuschauen. Zwar wird guter Rum nahezu überall auf der Welt produziert, aber karibischer Rum ist bei Weitem der bekannteste. Rum aus der Karibik lässt sich in drei Hauptkategorien einteilen: englischer Stil, spanischer Stil und französischer Stil. Diese Kategorien beziehen sich auf die ehemaligen Kolonien dieser drei Länder, die unter anderem auch ihren persönlichen Stil der Spirituosenherstellung mit denen der einzelnen karibischen Inseln vereinten.

Rum aus der ehemals britischen Karibik: Klassischer Rum

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Rum aus den ehemaligen britischen Kolonien etwas würziger und charaktervoller ist, als der aus den spanischen Kolonien. Grund dafür ist, dass für die Produktion meistens eine Kupferbrennblase oder auch “Pot Still” verwendet wird. Diese produziert ein vollmundigeres und intensiveres Destillat als moderne Destillationskolonnen. Dazu kommen geographische Beschaffenheiten und Brenntraditionen der einzelnen Inseln, die verschiedene geschmackliche Merkmale zur Folge haben. Hier die wichtigsten im Überblick:

Barbados

Ein klassisches Merkmal von Barbados Rum ist das seidig-süßliche Geschmacksprofil, das oft auch als cremig oder buttrig beschrieben wird. Für einen Rum im britischen Stil ist er meist verhältnismäßig filigran. Die berühmteste Rum-Destillerie der Insel ist die Foursquare Distillery. Bekannte Rum Marken aus Barbados sind Doorly’s, Mount Gay, Kaniche und Old Pascas.

Jamaika

Jamaika Rum zeichnet sich durch seinen hohen Estergehalt aus. Ester sind flüchtige Alkohole, die ein ganz spezielles Geschmacksprofil erzeugen. Dieser Geschmack ist sehr schwer zu beschreiben, aber sobald man einen Rum aus Jamaika probiert, weiß man meistens sofort was gemeint ist! Im Englischen wird er oft als “funky” bezeichnet. Auch ist jamaikanischer Rum oftmals sehr intensiv und sehr fruchtig. Einige der bekannten Rum Marken aus Jamaika sind Appleton, Hampden Estate, Wray & Nephew und Captain Morgan Rum. Jamaica Rum ist Teil vieler Tiki Cocktails wie dem Mai Tai oder dem Zombie Cocktail.

Guyana

Rum aus Guyana wird auch oft als Demerara Rum bezeichnet. Demerara ist eine Region im Norden des Landes, ehemals niederländisches Besatzungsgebiet. Ein Großteil des Zuckerrohrs aus Guyana stammt aus dieser Region. Alle exportierten Rum Sorten des Landes stammen aus der Demerara Rum Destillerie. Was den Stil der Rums aus Guyana angeht, so lässt sich dieser als erdig, würzig und bisweilen auch leicht rauchig beschreiben. Die bekanntesten Rum Marken aus Guyana sind El Dorado und Lemon Hart.

Trinidad & Tobago

Rum aus Trinidad And Tobago zeichnet sich meistens durch seine subtile Süße und eine ganz spezifische, florale Note aus. Mit Abstand die bekannteste Rum Marke aus Trinidad ist Angostura. Nahezu alle Rum Produkte der Insel stammen aus dieser Destillerie.

Rum aus der spanischsprachigen Karibik: Der bekannteste Rum

Diese Rumsorten sind meist wesentlich delikater und sanfter, als Rum aus den ehemaligen britischen Kolonien. Dies liegt unter anderem daran, dass hier meist eine Kolonnendestille oder “Column Still” zum einsatz kommt. Diese ermöglicht es nicht nur einen viel höheren Alkoholgehalt zu erzielen, als mit klassischen Pot Stills, sondern macht es auch einfacher, spezifische Merkmale des Rums gezielt herauszuarbeiten. Die Tatsache, dass diese Rums meist nicht so anspruchsvoll sind, sorgte für den weltweiten Erfolg einiger der bekanntesten Rum Marken der Welt. Mitunter liegt das auch daran, dass diese Rumsorten wesentlich wandelbarer und anpassungsfähiger sind, und daher besonders beliebt für Rum Cocktails sind.

Kuba

Kubanischer Rum zeichnet sich durch einen leichten “Funk” aus, ähnlich dem jamaikanischer Rum Sorten, ist dabei aber wesentlich milder. Für viele gilt er deshalb als bester Rum überhaupt. Einige Rum Marken aus Kuba sind aus nahezu keiner Bar mehr wegzudenken, allen voran Havanna Club. Kubanischer Rum ist die Basis vieler beliebter Cocktails wie Cuba Libre, Mojito oder Daiquiri. Ein guter Rum aus Kuba wird traditionsgemäß auch gerne mit einer kubanischen Zigarre gepaart.

Puerto Rico

Rum aus Puerto Rico ist wohl der mildeste Rum Stil dieser Liste. Er ist ähnlich dem kubanischen Rum, was mitunter daran liegt, dass viele Rumproduzenten Kubas, aus wirtschaftlichen Gründen, ihre Produktion nach Puerto Rico verlegten. Sprich wird der meiste Rum aus Puerto Rico nach kubanischer Art hergestellt. Es gibt zahlreiche Cocktailrezepte mit Rum aus Puerto Rico. Allen voran die Pina Colada. Die bekanntesten Rum Marken aus Puerto Rico Sind Don Q und Bacardi. Letztere ist auch gleichzeitig die größte Rum Marke der Welt.

Rum aus der französisch geprägten Karibik: Der Unterschied zwischen Rum und Rhum

Rum aus den französischen Gebieten ist generell etwas frischer, mit grasig-grünen Noten. Das liegt daran, dass Inseln wie Haiti oder Martinique üblicherweise ihren Rum nicht aus Melasse herstellen, sondern aus frischem Zuckerrohrsaft. Diesen Rum bezeichnet man als Rhum Agricole. Dieser hat oft auch einen etwas höheren Alkoholanteil. Die Meisten Regulären abfüllungen liegen bei um die 50% ABV. Obwohl es durchaus von nahezu jeder bekannten Destillerie fassgelagerte Abfüllungen gibt, ist die ungelagerte Variante meist die gängigste. Ein weiterer Unterschied zu Melasse Rums. Während man bei Rum oft zwischen “weißem” und “braunem” Rum unterscheidet, hat diese bezeichnung bei den Rumsorten aus den ehemaligen spanischen und englischen Kolonien selten etwas mit der Fasslagerung zu tun. Tatsächlich ist es bei Melasse-Rums sogar relativ unüblich, diese ohne jegliche Fassreifung abzufüllen. Der Grund, warum es dennoch farblose Sorten gibt, ist, dass Rums mit relativ jungem Alter oftmals durch Kohle gefiltert werden. Dabei verliert das Destillat die Farbe, welche es durch die Fasslagerung erhalten hat. Zudem wird der Rum durch die Filterung noch etwas weicher und sanfter. Weißer Rum wird auch oft als Light Rum bezeichnet. Eine gängige Praxis, auf die bei Rhum Agricole üblicherweise verzichtet wird. Dieser Rum Stil ist zwar etwas unbekannter, als die vorherrschenden Melasse Rums, aber nicht im Geringsten weniger spannend. Ein guter Rum im Agricole Stil ist auch in Cocktails vielseitig einsetzbar. Der wohl bekannteste Cocktail mit Rhum Agricole ist der Ti Punch.

Martinique und Haiti

Rum aus Martinique und Rum aus Haiti lassen sich stilistisch gut zusammenfassen, da beide Regionen den gleichen gesetzlichen Bestimmungen unterliegen. Rum von diesen Inseln besitzt die bereits erwähnten frisch-grasigen Noten, welche typisch für diesen Rum Stil sind. Bekannte Rum Marken aus Martinique sind Clement, Rhum J.M., St. James oder HSE. Die bekanntesten Rum Marken aus Haiti sind Rum Barbancourt und Clarin.

Also, was ist der beste Rum der Welt?

Abgesehen der bekannten gebiete gibt es natürlich auch noch andere Länder die Rum produzieren. Wie beispielsweise die Philippinen mit Don Papa Rum, Venezuela mit Rum Botucal oder Guatemala mit Ron Zacapa, um einige der bedeutendsten zu nennen. Die beiden letzteren werden zwar im spanischen Stil gebrannt, allerdings unterscheidet dieser sich auf kontinentaler Ebene meist etwas vom Stil der spanischen Inseln. Das liegt nicht zuletzt am spürbar höheren Zuckergehalt. Aufgrund der schieren Vielfalt an unterschiedlichen Stilen ist es beinahe unmöglich eine generelle Antwort auf die Frage nach dem besten Rum zu finden. Grundsätzlich sind kontinentale Rums wie Botucal Rum, Don Papa, Zacapa Rum und die Rums aus den ehemals spanischen Kolonien eher als Rum für Einsteiger geeignet, als die doch zumal sehr anspruchsvollen Rum Sorten im englischen und französischen Stil.

Welchen Rum kann man pur trinken?

Grundsätzlich kann man jede Spirituose pur trinken. Allerdings gilt bei Rum die gleiche Faustregel, wie bei allen anderen Destillaten: Je älter, desto sanfter, da das Fass die komplexen und herausstechenden Aromen etwas glättet. Da es aber natürlich auch einige Ausnahmen gibt, haben wir alle unsere Produkte mit einer Trinkempfehlung versehen, um euch eine kleine Hilfestellung zu geben. Wer also nach dem “Best Rum for sipping” sucht oder einen Rum kaufen möchte für ein Mojito Rezept, wird dort alle passenden Tipps finden.